[Rezension] Benjamin Alire Sáenz – Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums

Alire Saenz, Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des UniversumsTitel: Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums

Autor: Benjamin Alire Sáenz

Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag:
Thienemann (16. Juli 2014)
ISBN:
 978-3522201926

Erster Satz:

„An einem Sommerabend schlief ich ein und wünschte mir, dass die Welt beim Aufwachen eine andere wäre.“

Inhalt:

Sommer 1987, El Paso, Texas.

Ari (der eigentlich Aristoteles heißt) ist fünfzehn und findet sein Leben schrecklich. Er hat keine Freunde, will lieber allein sein. Sein Vater, ein Vietnam-Veteran, spricht nicht über seine Vergangenheit. Und sein Bruder, den er mit vier das letzte Mal gesehen hat, sitzt im Gefängnis, ohne dass auch nur ein einziges Wort in der Familie über ihn gesprochen würde.

Dann lernt er beim Schwimmen Dante kennen, einen unverbesserlichen Optimisten, der sich für Kunst und Literatur interessiert und wie er ein Einzelgänger ist. Die beiden werden unzertrennliche Freunde und beginnen, die Welt des jeweils anderen zu verstehen und neu zu formen. Die Mauern, die Ari um sich herum aufgebaut hat, beginnen zu bröckeln.

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich sprachlos zurückgelassen. In seiner Ehrlichkeit, seiner schlichten Intensität und seiner poetischen Sprache hat es mich verzaubert und tief berührt. Es hat mich sogar zum Weinen gebracht.Aristotle_and_Dante_Discover_the_Secrets_of_the_Universe_cover

Hier ist einer, der über die schmerzvolle, verwirrende Erfahrung des Erwachsenwerdens schreibt und es wirklich KANN.  Benjamin Alire Sáenz erschafft mit Ari und Dante zwei Figuren, deren Gedanken- und Gefühlswelt in ihrer Echtheit und Aufrichtigkeit kaum zu übertreffen ist. Beim Lesen wird man in die eigene Zeit des Heranwachsens zurückgeworfen und fühlt: Ja, genau so war es. Genau so hat es sich angefühlt. Genau so beschissen und verwirrend und wunderschön. Dieser Autor versteht, wovon er schreibt. Und zaubert dabei mit Worten.

Ari und Dante – eine unwiderstehliche Coming of Age Geschichte über Identität, Sexualität, Familie, Freundschaft und Liebe in all ihren Formen.

Fazit:

Eins der besten Jugendbücher, die ich je gelesen habe. Eine große Empfehlung für Jungs und Mädels ab 14, die ihren Weg noch suchen. Und bitte auch lesen, wenn man nicht mehr (ganz so) jugendlich ist und seinen Weg (so halbwegs) gefunden hat.

 

Anmerkung: Mit der Covergestaltung bin ich persönlich nicht ganz glücklich und hoffe, dass sich die Zielgruppe dadurch nicht abschrecken lässt. Das Originalcover finde ich viel schöner.

5_Kaffeetassen

 

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