[Rezension] Helge Timmerberg – Die Märchentante, der Sultan, mein Harem und ich

timmerberg, MärchtentanteTitel: Die Märchentante, der Sultan, mein Harem und ich

Autor: Helge Timmerberg

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Malik (14. April 2014)
ISBN: 978-3890297743

Inhalt:

Helge Timmerberg, Jahrgang 1952, wohnhaft in Wien, St. Gallen und Marrakesch, ist Journalist und bekannt für seine zahlreichen Reisereportagen, u.a. für „Stern“ und „Die Zeit“.

In seinem neuen Buch erzählt er von seinem Jahrzehnte währenden Versuch, sich auf  seinen Reisen ndurch Marrakesch, Istanbul und Ägypten der „deutschen Märchenbaronin“, Elsa Sophia von Kamphoevener, anzunähern. Die Baronin, (1878 – 1963), wuchs in Konstantinopel als Tochter eines deutschen Marschalls auf, der als Delegierter am osmanischen Hof war. Bereits als junge Frau soll sie in Männerkleidern Karawane durch Anatolien begleitet und an deren Feuern den Märchenerzählern gelauscht haben. Später wurde sie für ihre Sammlungen orientalischer Märchen berühmt.

Timmerberg, dessen Traum die Fertigstellung eines Drehbuchs über Elsas Lebensgeschichte ist, begibt sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Märchenerzählerin – auf Basaren, in Kaffeehäusern und in seinem ganz eigenen Harem.

Meine Meinung:

Dies ist mein erster „Timmerberg“, und ich bin selten beschwingter und amüsierter durch ein Buch über das Reisen geflogen. Gereizt hat es mich allein schon wegen Timmerbergs Faszination für die Märchenbaronin, von der ich zuvor schon einmal gehört hatte und über die ich mehr erfahren wollte. Auch die magische Stadt Marrakesch, die ich schon einmal selbst bereist habe, spielt eine der Hauptrollen in seinem neuen Buch.

Timmerbergs Schreibe ist so schön salopp und gerade heraus, unverkrampft und direkt, dabei zart philosophisch angehaucht und manchmal auch ein wenig bekifft, wie es sich für einen waschechten Alt-Hippie gehört. Wenn Timmerberg von seinen Reiseabententeuern und den vielen verrückten Bekanntschaften, die er unterwegs schließt, erzählt, von seiner Liebe zum Orient und osmanischen Märchen und seiner Sehnsucht nach der Traumwelt der geheimnisvollen Märchenerzählerin, geht das direkt ins Herz. Sein Buch unterhält prächtig, es  schürt die eigene Reiselust und macht – durch Timmerbergs unerwechselbare Sprache – einfach Gaudi.

Fazit:

Ein Buch über Helge Timmerbergs ewige Fasziniation für die unergründlichen Geheimnisse des Orients, seiner Liebe zu Märchen und die Suche nach der wahren Gestalt hinter der „Märchenbaronin“ Elsa Sophia von Kamphoevener. Ein großes Lesevergnügen!

5_Kaffeetassen

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