[Rezension] Jojo Moyes – Eine Handvoll Worte

Moyes, eine handvoll worteTitel: Eine Handvoll Worte

Autor: Jojo Moyes

Gebundene Ausgabe: 592 Seiten
Verlag: rororo (Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3499267765

Erster Satz:

“Ellie Haworth hat ihre Freunde in der dichtgedrängten Menge entdeckt und bahnt sich einen Weg durch die Bar.”

Inhalt:

London 1960. Jennifer Stirling lebt sorgenfrei mit ihrem wohlhabenden Ehemann in einem wunderschönen Haus. Sie hat Freundinnen und schwimmt im Geld, doch sie ist nicht glücklich. Eines Abends lernt sie Anthony O’Hare kennen und ihr ganzes Leben verändert sich.

London 2003. Ellie Haworth arbeitet in ihrem Traumjob als Journalistin bei der Nation und führt eine Affäre mit einem verheirateten Mann. Jeden Tag aufs Neue versucht sie sich einzureden, dass sie glücklich ist und alles genau so wollte, wie es ist. Bis sie bei der Recherche für einen Artikel auf die Liebesbriefe von Jennifer Stirling stößt. Die dramatische Liebesgeschichte lässt Ellie nicht mehr los und sie versucht herauszufinden, was damals geschehen ist.

Meine Meinung:

So sehr, wie ich mich durch die ersten 150 Seiten (glücklicherweise ist es so dick!) gekämpft habe, so sehr bin ich durch den Rest des Buches geflogen. Gott sei Dank hat mich jemand vorgewarnt, dass das erste Stück des Buches sehr langatmig ist, sonst hätte ich wohl nicht so tapfer durchgehalten.

Jojo Moyes lässt uns an den Leben zweier Frauen aus unterschiedlichen Zeiten teilhaben. Jennifer, die 1960 lebt und an ihren Mann gebunden und der Gesellschaft ausgliefert ist, die sich nach Respekt und Ebenbürtigkeit sehnt. Und Ellie Haworth, Journalistin, alleinlebend, Single und eine Affäre führend, die sich irgendwie selbst verloren hat und so gerne glücklich wäre. Moyes beginnt 1960 und ermöglicht uns einen wunderbaren Einblick in diese Zeit, in die Gepflogenheiten und Tabus. Sie erzählt eine wundervolle Liebesgeschichte und lässt den Leser gespannt weiterlesen. Später im Buch macht Moyes dann den Zeitsprung zu 2003 und Ellie wird die Hauptprotagonistin. Authentisch beschreibt sie das Leben einer jungen Frau, die nicht genau weiß, was sie vom Leben eigentlich möchte. Auch hier kommt rasch Liebe ins Spiel und so bilden sich zwei Spannungsbögen. Einer für Ellie und ihr Leben und einer für Jennifer, denn ihre Geschichte ist noch nicht vorbei und wird durch Ellie wieder angekurbelt.

Moyes‘ gefühlvollen Schreibstil habe ich wieder sehr genossen. Sie weiß einfach, welche Worte sie benutzen und wie sie die Sätze anordnen muss, um den Leser völlig für sie einzunehmen. Gerade durch das letzte Viertel des Buches bin ich nur so geflogen.

Was mir nicht so gut gefallen hat, waren die Liebesbriefe / SMS o.ä., die zwischen den Kapiteln für Auflockerung sorgen sollten. Die Idee an sich war wirklich schön, aber die Auswahl hat mich gar nicht überzeugt. Für mich persönlich hätten diese Auszüge romantischer, gefühlvoller oder irgendwie interessanter sein können.

Fazit:

Wer den Ehrgeiz hat sich durch die ersten 150 Seiten zu beißen, der wird von diesem Buch begeistert sein. Eine interessante und spannende Geschichte, Gefühl pur und der wunderbare Schreibstil Jojo Moyes‘ haben mich „Eine Handvoll Worte“ sehr gern lesen lassen.

4_Kaffeetassen

5 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. packingbooksfromboxes
    Apr 29, 2014 @ 11:40:36

    Freue mich schon sehr auf das dritte Buch von ihr. Habe die ersten beiden seeeeehr gerne gelesen🙂 Schön, dass dir das zweite auch gefallen hat. Viele vergleichen es leider zu sehr mit „ein ganzes halbes Jahr“.
    Liebe Grüße!

    Antworten

    • satscho
      Apr 29, 2014 @ 11:58:58

      Hallo packingbooksfromboxes🙂 Ich habe mir auch schon vorgenommen das dritte Buch zu lesen!
      Mir hat zwar auch „Ein ganzes halbes Jahr“ besser gefallen, aber ich gestehe der guten Jojo gerne zu, dass sie auch anderes schreiben darf ;D Nicht jedes Buch ist gleich und es ist ja eine völlig andere Geschichte.
      Liebe Grüße🙂

      Antworten

  2. Tinka Beere
    Apr 29, 2014 @ 12:18:38

    Ich habe „Eine Handvoll Worte“ auch gelesen und auf meinem Blog gibt es auch eine Rezension.
    Ich habe mit den ersten Seiten die gleiche Erfahrung gemacht wie du, aber ich glaube, das ist charakteristisch für Jojo Moyes, dass man erst in der Geschichte drin sein muss, um die Geschichte zu verstehen🙂
    Ein wirklich schönes Buch!

    Antworten

  3. jezabelbotanica
    Apr 29, 2014 @ 12:40:13

    habe mich durch die ersten 150 Seiten gebissen und war dennoch nicht begeistert😦 Die Geschichte endete einfach zu plötzlich. Es blieb ein… uhm-Gefühl. Dabei habe ich „ein ganzes halbes Jahr“ geliebt. Dennoch freue ich mich auf ihren dritten Roman.

    Antworten

  4. satscho
    Apr 29, 2014 @ 16:13:00

    Hallo Tinka Beere, schön, dass du das Buch auch so toll fandest. Bei „Ein ganzes halbes Jahr“ hatte ich diese Einstiegsphase aber nicht so. Das hat mich eigentlich gleich vom Hocker gerissen🙂

    Hallo jezabelbotanica, ich finde es sehr schade, dass dich das Buch nicht begeistern konnte. Vielleicht gehts dir mit dem 3. wieder besser🙂

    Liebe Grüße!

    Antworten

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