[Rezension] Khaled Hosseini – Traumsammler

TraumsammlerTitel: Traumsammler

Autor: Khaled Hosseini

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: S. FISCHER (September 2013)
ISBN: 978-3100329103

Erste Sätze:

“Ihr wollt eine Geschichte hören? Gut, ich erzähle euch eine. Aber nur eine. Bettelt nicht um mehr, ihr zwei!”

Inhalt:

Die Geschichte beginnt im Afghanistan der 50er Jahre. In dem kleinen Dorf Shadbagh leben die Geschwister Abdullah und Pari mit ihrer Familie. Die beiden Kinder lieben sich innig und verbringen jede Minute miteinander. Eines Tages jedoch bricht der Vater mit den beiden Kindern nach Kabul auf und kehrt nur mit Abdullah wieder zurück. Khaled Hosseini erzählt seine, Paris und die Geschichte vieler anderer über mehr als 50 Jahre hinweg.

Meine Meinung:

Mit einer wunderbar mitreißenden Sprache erzählt Khaled Hosseini in „Traumsammler“ eine Geschichte über mehr als 50 Jahre. Er beginnt mit den Geschwistern Abdullah und Pari in Afghanistan und wechselt immer wieder zu anderen Erzählsträngen, mit anderen Protagonisten und in anderen Ländern. So lernt man unter anderem auch den griechischen Arzt Markos Vavaris und seine Vergangenheit kennen oder den jungen Afghanen Idris, der in die USA ausgewandert ist.

Im Laufe jedes Erzählstranges muss man immer wieder verwundert feststellen, wie alle Geschichten irgendwie zusammenhängen; wie die Charaktere über verschiedene Wege alle irgendwie miteinander verbunden sind und sich im Laufe der vielen Jahre auf irgendeine Weise beeinflussen. Hosseini lässt uns so teilhaben an der Entwicklung und am Älterwerden seiner Protagonisten, an deren sozialem Leben, insbesondere dem Familienleben und flicht dabei historische Ereignisse oder Umstände der jeweiligen Länder in die Geschichte mit ein.

Ich habe seine Charaktere als sehr realitätsnah und speziell empfunden und habe mich für jedes einzelne Schicksal interessiert. Ich war positiv überrascht, dass ich mich bei einer Geschichte, die einen so langen Zeitraum umfasst, nicht gelangweilt oder das Interesse verloren habe. Hier und da baute Hosseini Spannung auf, doch er schaffte es auch, mich in den nicht spannungsgeladenen Kapiteln mitzureißen und zu begeistern.

Fazit:

Ein Meisterwerk der Erzählkunst, welches uns tiefe Einblicke in das afghanische Leben ermöglicht. Ich habe es sehr gerne gelesen und empfehle es guten Gewissens weiter.

4.5_Kaffeetassen

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