[Rezension] Jerry Spinelli – Stargirl

stargirlTitel: Stargirl

Autor: Jerry Spinelli

Gebundene Ausgabe: 206 Seiten
Verlag: Dressler (Februar 2002)
ISBN: 978-3791519609

Erster Satz:

“Als ich klein war, besaß mein Onkel Pete eine Krawatte, auf die ein Stachelschwein gedruckt war.”

Inhalt:

Eines Tages kommt eine neue Schülerin an Leos Highschool. Sie ist außergewöhnlich, sie ist anders. Sie macht, was sie will und zieht an, was niemand sonst tragen würde. In ihrer Tasche hat sie immer ihre Ratte bei sich, in der Mittagspause sing sie Geburtstagslieder und spielt Ukulele. Stargirl, wie sie sich selbst nennt, ist etwas ganz besonderes. Anfangs tummelt sich die ganze Schule um sie und jeder hat sie gern, doch schon bald schlägt die Stimmung um und den anderen Schülern gefällt ihre Andersartigkeit nicht mehr. Leo, der sich zu dem seltsamen Mädchen hingezogen fühlt, steht zwischen den Stühlen…

Meine Meinung:

So, wie sich Stargirl von den anderen Schülern abhebt, finde ich auch das Buch an sich sehr außergewöhnlich. So ziemlich alles in diesem Roman ist übertrieben, irgendwie zu dick aufgetragen und dramatisiert, doch gerade das macht den Charme des Buches aus. Genau wie die anderen Schüler an der Schule, kann man auch als Leser einfach nicht verstehen, wieso Stargirl so ist, wie sie ist. Weshalb sie tut, was sie tut. Ein richtiges Band konnte ich zu ihr nicht knüpfen, genauso wenig wie zum Hauptcharakter Leo, aus dessen Sicht die ganze Geschichte erzählt wird. Dieses Buch lebt mehr von der Erzählung, davon außen zu stehen und zuzuhören, als davon, Teil des Ganzen zu sein. Das war für mich eine völlig neue Erfahrung, vor allem, da es mir gefallen hat.

Zudem behandelt Spinelli in diesem Buch eines der wichtigsten Teenagerprobleme, das Ausgrenzen von Mitschülern, die Intoleranz Andersartigkeit gegenüber. Meiner Meinung nach ist ihm das sehr gut gelungen. Auf seine Weise: sehr übertrieben und dramatisiert, doch gerade deshalb ist es so wirkungsvoll. Es schreit den Leser geradezu an. Fleht um Toleranz.

Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und mich gefreut, mal etwas völlig anderes zu lesen und diese andere Erzählweise kennen zu lernen.

Fazit:

Wer etwas völlig anderes lesen möchte, ist mit „Stargirl“ gut beraten. Ein unterhaltsamer Roman, der sich intensiv mit Toleranz und dem Mut, anders zu sein, beschäftigt. Empfehlenswert, wenn man offen für Neues ist.

4_Kaffeetassen

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