[Rezension] Raquel J. Palacio – Wunder

WunderTitel: Wunder

Autor: Raquel J. Palacio

Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG  (Januar 2013)
ISBN: 978-3446241756

Erster Satz:

“Ich weiß, dass ich kein normales zehnjähriges Kind bin.”

Inhalt:

Der zehnjährige Junge August Pullmann ist anders. Durch ein sehr seltenes Gen-Defekt ist sein Gesicht seit seiner Geburt entstellt und auch die vielen Operationen, die er im Laufe der Zeit durchleiden musste, konnten daran nicht viel ändern. August, der von seiner Familie Auggie gerufen wird, war immer größtenteils von der Außenwelt isoliert, bis ihn seine Eltern plötzlich damit konfrontieren, in die 5. Klasse einer öffentlichen Schule zu gehen. Dort leidet er sehr unter den Blicken und Bemerkungen anderer Kinder, findet aber auch gute Freunde.

Meine Meinung:

Dieses Buch soll beim Lesen nicht nur Spaß machen, es soll vor allem zum Denken anregen. Dieses Ziel, finde ich, hat Palacio auf jeden Fall erreicht. Er beleuchtet ganz alltägliche Probleme, soziale Probleme, wie sie aktueller nicht sein könnten. Es geht um Äußerlichkeiten, die andere Menschen abschrecken und Dinge tun lassen, die sie unter anderen Umständen nie getan hätten. Es geht um Toleranz und Akzeptanz und darum, wie wichtig die Freundlichkeit ist.

Die Geschichte von dem kleinen, lustigen und so liebenswürdigen Jungen wird nicht nur von Auggie selbst erzählt, sondern auch von seiner liebevollen Schwester Via, von seinen Freunden und anderen wichtigen Charakteren der Geschichte. So ermöglicht uns Palacio eine Rundumsicht auf Auggie und und lässt uns ihn aus verschiedenen Augen betrachten. Dies und die Tatsache, dass Palacio einem wirklich glaubhaft machen kann, dass jeder Teil von einer anderen Person erzählt wird, haben mir an diesem Buch sehr gut gefallen. Anfangs fiel es mir noch etwas schwer mich an die kindliche Erzählweise zu gewöhnen, doch mit der Zeit habe ich es dann nur noch als sehr authentisch und eine willkommene Abwechslung zu anderen Büchern empfunden.

Alle Personen der Geschichte fand ich sehr authentisch und gut umgesetzt, die kindlichen Unterhaltungen und Gedankengänge sehr treffend geschrieben. Nur zwei kleine Kritikpunkte habe ich bei „Wunder“ gefunden. Zum einen hätte ich mir zwischendurch ein klein wenig mehr Spannung gewünscht und zum anderen war mir das Ende des Buches etwas zu bombastisch und übertrieben. Dabei hat Palacio dann etwas von seiner Glaubwürdigkeit eingebüßt.

Fazit:

Die bewegende Geschichte eines ganz besonderen Jungen in einem authentischen und abwechslungsreichen Stil geschrieben. Auf jeden Fall empfehlenswert.

4_Kaffeetassen

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