[Rezension] Thomas Brussig – Am kürzeren Ende der Sonnenallee

am kürzeren ende der sonnenalleeTitel: Am kürzeren Ende der Sonnenallee

Autor: Thomas Brussig

Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch;  16. Mai 2001
ISBN: 978-3596148479

Erster Satz:

“Es gibt im Leben zahllose Gelegenheiten, die eigene Adresse preiszugeben, und Michael Kuppisch, der in Berlin in der Sonnenallee wohnte, erlebte immer wieder, daß die Sonnenallee friedfertige, ja sogar sentimentale Regungen auszulösen vermochte .”

Inhalt:

Micha Kuppisch wohnt in Berlin, in dem kürzeren Ende der Sonnenallee und das bedeutet, er lebt in der DDR und direkt an der Mauer. Er ist in die schöne Miriam aus seiner Schule verliebt und buhlt, gemeinsam mit der ganzen Schule und auch einigen Westdeutschen, um ihre Gunst. Mit seinen Freunden Mario, Brille und Wuschel lebt er den normalen Wahnsinn des Alltags.

Meine Meinung:

Dieses Buch und der dazugehörige Film sind unglaublich bekannt und werden gerne auch mal im Deutschunterricht behandelt. Deshalb war ich schrecklich enttäuscht, dass ich mit dem Roman so gar nicht warm wurde.

Sicher sind die ganzen Details über das Leben an der Mauer in der DDR sehr interessant, doch die Erzählweise, die ganze Geschichte war für mich einfach nur langweilig. Die ganze Zeit über, bis zu den letzten Seiten vor dem Schluss, hatte ich das Gefühl als Unbeteiligte neben dem Geschehen zu stehen. Das ist etwas, was bei einem Buch für mich gar nicht geht. Der einzige rote Faden der Geschichte besteht darin, wie Micha sich um Miriam bemüht, fast alle anderen Ereignisse hätten genauso gut in einer anderen Reihenfolge angeordnet sein können und niemand hätte es bemerkt. Der Autor springt von einem Erlebnis zum anderen und dabei bleibt der Lesefluss und das Interesse auf der Strecke, zumal einiges auch schlichtweg uninteressant und belanglos erscheint.

Der Schreibstil hat mir an manchen Stellen ganz gut gefallen, aber grundsätzlich tut er sich für mich nicht sonderlich hervor.

Fazit:

Für eingefleischte DDR-Geschichten-Fans vielleicht ganz nett. Ich jedoch habe mich selten bei einem so kurzen Buch so gelangweilt. Leider nicht empfehlenswert.

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