[Rezension] Andreas Pröve – Erleuchtung gibt’s im nächsten Leben

Erleuchtung gibts im nächsten LebenTitel: Erleuchtung gibt’s im nächsten Leben

Autor: Andreas Pröve

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: NG Taschenbuch (18. Juni 2012)
ISBN: 978-3492404488

Erster Satz:

“Der Marmorboden, die Ledersessel, die angenehme Kühle in der VIP-Lounge mit der bildhübschen Hostess, all der Luxus liegt nun hinter mir.”

Inhalt:

Wieder einmal ist es Indien, das Andreas Pröve wie magisch anzieht. Immer wieder bereist er dieses verrückte, chaotische und wunderschöne Land. Immer wieder begegnen dem Rollstuhlfahrer neue Abenteuer. Diesmal ist er, teils allein, teils mit seinem indischen Freund Nagender, auf den Spuren der Spiritualität unterwegs. Er besucht Tempel, begegnet Pilgern und versucht Indien aufs Neue besser zu verstehen.

Meine Meinung:

Lange habe ich diesem Buch entgegen gefiebert, bis ich es endlich lesen konnte. Die beiden Vorgänger habe ich bereits genießerisch verschlungen und auch dieses Mal bin ich wieder ganz in der indischen Welt versunken.

Andreas Pröve schreibt mit einem wunderbar erfrischendem, humorvollen und oft auch zum Nachdenken anregenden Schreibstil. Mit den Anekdoten seiner Reise schafft er ein Gleichgewicht aus den witzigen Begegnungen, dem erschreckenden Alltag mit all der Ungerechtigkeit, der Korruption, den armen Verhältnissen in den Slums; und den religiösen und gesellschaftlichen Hintergründen seines Lieblingslandes. Er schafft es immer wieder, mich völlig in der indischen Kultur versinken zu lassen. Jedes Mal aufs Neue fühle ich mich, als wäre ich selbst dabei gewesen. Und genau wie in dem Vorwort von „Erleuchtung gibt’s im nächsten Leben“ bereits angekündigt wird, schafft Pröve es auch in diesem Buch wieder die Sehnsucht nach der Welt im Leser wach zu rufen. Beim Lesen packt mich jedes Mal das Fernweh und die Reiselust.

Wie in jedem seiner Berichte fügt sich auch in diesen stimmungsvoll der Fototeil in der Mitte des Buches, in dem Pröve sein fotografisches Talent unter Beweis stellt. Atemberaubende Farbaufnahmen von Begegnungen, Landschaften und dem verrückten Alltag Indiens steigern die Lust auf das Land – jedenfalls bei mir!

Etwas, was mir bei diesem Buch zum ersten Mal aufgefallen ist, ist jedoch, dass ihm das Unbeschwerte im Schreiben etwas abhanden gekommen ist. Irgendwie habe ich so manches Mal den Druck herauslesen können, den er vielleicht verspürt hat. Deswegen die halbe Tasse Abzug.

Ein wenig gestört haben mich auch die Einschübe, in denen es um seinen Unfall und seinen Weg in den Rollstuhl ging. Einfach, weil ich es ja bereits kannte. Da es für Quereinsteiger aber wirklich gut ist, gibt es dafür auch keinen Abzug von mir.

Fazit:

Wieder ein sehr gelungenes Buch von Adreas Pröve, dem ich wunderbar in eins der schönsten Länder dieser Welt folgen und mich darin verlieren konnte. Ich kann es nur wärmstens jedem weiterempfehlen! Pröve-Fans können die Rückblicke zum Unfall ja einfach überspringen.

4.5_Kaffeetassen

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