[Rezension] Patrick Ness – Sieben Minuten nach Mitternacht

Sieben Minuten nach MitternachtTitel: Sieben Minuten nach Mitternacht

Autor: Patrick Ness (nach der Idee von Siobhan Dowd)

Gebundene Ausgabe: 216 Seiten
Verlag: cbj (29. August 2011)
ISBN: 978-3570153741

Erster Satz:

“Das Monster tauchte kurz nach Mitternacht auf. Wie das bei Monstern eben üblich ist.”

Inhalt:

Der dreizehnjährige Conor lebt allein mit seiner Mutter in einem Haus, von dem aus man auf einen Friedhof mit einer großen, alten Eibe sehen kann. Als Conors Mutter an Krebs erkrankt und ständig ins Krankenhaus muss, erwacht diese Eibe zum Leben und sucht den Jungen jede Nacht sieben Minuten nach Mitternacht heim. Doch es ist nicht die Eibe, vor der Conor sich fürchtet, sondern der Albtraum, aus dem er jede Nacht schweißgebadet aufwacht.

Meine Meinung:

„Sieben Minuten nach Mitternacht“ ist ein außergewöhnliches Buch. Der Protagonist ist ein Dreizehnjähriger, dennoch käme ich nicht auf die Idee zu behaupten, dass es sich dabei um ein Kinder- oder Jugendbuch handelt.

Die Aufmachung des Romans ist sehr gelungen. Die Illustrationen von Jim Kay sind gespenstisch, stimmungsvoll und einfach nur passend. Sie führen den Leser in die Welt der Albträume und Monster. Auch der Umschlag und die Gestaltung des Buchdeckels sind einfach fantastisch.

Conors Geschichte, die Patrick Ness nach der Idee der verstorbenen Siobhan Dowd geschrieben hat, ist unglaublich emotionsgeladen und berührend. Sie beschreibt die Gefühle, die Ängste eines Jungen, dessen Mutter todkrank ist und auch seine Art, damit umzugehen. Jede Nacht hat er einen schrecklichen Albtraum, den er niemandem anvertraut. Doch die Eibe, die ihn immer nach diesem Traum besucht, möchte diese Geschichte hören. Und so erzählt sie selbst ihm 3 Geschichten, die für Conor schrecklich unfair und verwirrend sind, um ihn auf seine eigene vorzubereiten. Das hat mir sehr gut gefallen.

Auch das Leben Conors in der Schule wird beleuchtet, wo er aufgrund der Krankheit seiner Mutter von allen gemieden wird. Außer von 3 Jungs, die ihn jede Pause schikanieren. Doch es scheint so, als würde Conor das gar nicht anders haben wollen. Auch hier kommt wieder die Eibe ins Spiel und offenbart ihm seine wahren Gefühle.

In einem interessanten Schreibstil und so berührend, dass ich während des Lesens weinen musste, führt Ness durch die Gefühlswelt, die Tage und vor allem die Nächte von Conor. Die Geschichte begegnet einem durchgehend spannend und ehrlich und strotzt vor Kraft.

Fazit:

Mich hat das Buch schlichtweg umgehauen, zumal ich anfangs der Meinung war, ein Kinderbuch in Händen zu halten. Ich kann es nur wärmstens weiterempfehlen, als einen Roman, der zum Nachdenken anregt.

5_Kaffeetassen

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