[Rezension] Pauline Francis – A World Away

Titel: A World Away

Autor: Pauline Francis

Broschiert: 251 Seiten
Verlag: Kosmos (Franckh-Kosmos) (2010)
ISBN: 978-3440121450

Erster Satz:

“Flammen lassen den Körper meiner Mutter von oben bis unten aufleuchten, sie züngeln um ihren schlanken Hals.”

Inhalt:

1586. Von einer britischen Expedition in das amerikanische Gebiet Virginia wird das Indianermädchen Nadie nach England gebracht. Dort muss sie sich an das neue Leben und die Verachtung der in der Hafenstadt Plymouth gewöhnen. Doch schon bald lernt sie den jungen Schmied Tom kennen und die beiden verlieben sich. Hin- und hergerissen zwischen ihrer Heimat und Tom entscheidet sich das Paar schließlich mit der nächsten Expedition zurück in die Neue Welt zu segeln. Doch dort kommt alles ganz anders als erwartet.

Meine Meinung:

Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieser Roman konnte mich leider nicht begeistern. Die 2 Kaffeetassen bekommt „A World Away“ dafür, dass Pauline Francis laut ihrem eigenen Nachwort sehr auf ihre Recherchen gestützt hat und vieles aus der Zeit 1586-87 übernommen hat. So zum Beispiel indianische Völker, Orte, teilweise sogar Personen. Auch für einige Ideen gibt es von mir etwas Anerkennung.

Der Rest jedoch hat mich schlichtweg enttäuscht. Der Schreibstil liest sich in der ersten Hälfte des Buches irgendwie seltsam distanziert, wogegen er in der zweiten Hälfte sehr übertrieben und dem Leser gegenüber irgendwie aggressiv wirkt. Es wird abwechseln aus Nadies und aus Toms Sicht erzählt, wobei sich die beiden völlig gleich lesen. Manchmal musste ich wirklich überlegen, aus wessen Sicht da gerade geschrieben wird. Die Liebesszenen triefen vor Kitsch und viele Gefühle, Handlungen und Unterhaltungen wirkten für mich sehr unrealistisch und weit hergeholt. Weder mit Nadie, noch mit Tom bin ich während der Geschichte richtig warm geworden und die Nebencharaktere werden recht oberflächlich abgehandelt, weswegen auch dort keine großen Sympathien entstehen konnten.

Am schlimmsten fand ich eigentlich den Schluss. Der war zwar im Gegensatz zum Anfang erfrischenderweise spannend, war aber, meiner Meinung nach, sehr übertrieben dramatisch und ist mit all den Geschehnissen und dem großen Tamtam in die letzten Seiten mit aller Gewalt nur so hineingequetscht worden.

Fazit:

„A World Away“ ist für mich leider absolut kein empfehlenswertes Buch, kann aber durchaus neugierig auf die damalige Zeit und die indianische Kultur machen.

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