[Rezension] Alex Adams – White Horse

Titel: White Horse

Autor: Alex Adams

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Piper (10. September 2012)
ISBN: 978-3492702522

Erster Satz:

„Es ist so: Mein Therapeut soll nicht denken, dass ich verrückt bin.“

Inhalt:

Zoe ist eine der wenigen Überlebenden der Epidemie „White Horse“, die 90 Prozent der Menschheit ausgelöscht hat. Jetzt schlägt sie sich durch die Trümmer ihrer alten Welt, auf der verzweifelten Suche nach dem Mann, den sie liebt.

Meine Meinung:

Alex Adam’s (post-)apokalyptisches Debüt ist mit Sicherheit eines: Ein beachtenswerter Roman, der aus der Masse der neuen Dystopien und Endzeitromane hervorsticht. Hier ist nichts „All Age“, hier geht es richtig brutal zur Sache, hier wird nicht versucht, einen breiten Massengeschmack zu bedienen, denn Adam’s Schreibe ist direkt, rau, geradezu widerspenstig. Mal ein wenig träumerisch, dann wieder drastisch und brutal schildert sie, wie Zoe in einer dem Untergang geweihten Welt um ihr Überleben kämpft.

Ich will nicht zu viel vorwegnehmen, deswegen nur so viel: „White Horse“ wartet mit einer äußerst spannungsgeladenen und actionreichen Tour de force auf, die einige Überraschungen bereithält und die Nerven der Leser flattern lässt. Stellenweise geht es echt grauenerregend brutal zu, die Handlung wird in eine immer düster werdende Richtung vorangetriebenund doch wird man wie Zoe von einem winzigen Hoffnungsschimmer getrieben, der nicht zuletzt durch die knistsernde Liebesgeschichte zwischen ihr und Nick angefacht wird.

Mir persönlich war das Ende etwas zu überhastet und einer der Haupt-Twists für mich nicht hundertprozentig befriedigend gelöst, dennoch bin ich mit erstaunlicher Leichtigkeit durch diesen dunkel-düsteren Thriller geflogen und war am Schluss regelrecht außer Atem. Spannung pur! Adam’s Schreibe hebt sich angenehm (und, um es mal ehrlich zu sagen, für dieses Genre unerwartet) vom Mainstream ab, was mir sehr gefallen hat. Nicht jedes stilistische Mittel war vielleicht ganz nach meinem Geschmack, aber Hut ab vor diesem mutigen Schritt in eine ganz eigene Richtung – davon können sich Kollegen gern mal eine Scheibe abschneiden! 🙂

Bisher habe ich gar nichts aus der Sparte Apocalypse/Horror gelesen, aber ich werde mit Spannung das Erscheinen von Band 2, „Red Horse“, und des dritten Bandes der Trilogie (die offenbar jeweils in sich abgeschlossen sind) verfolgen.

Fazit:

Das Ende hätte für mich weniger abrupt und an der ein oder anderen Stelle glaubhafter gelöst sein können und der etwas spröde Schreibstil der Autorin wird je nach Geschmack des Lesers auf die Probe gestellt werden. Ansonsten haben wir hier aber ein hochspannendes Debüt mit Filmqualitäten, das es lohnt, mal einen Blick hinein zu werfen.

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