[Rezension] Ortwin Ramadan – Der Schrei des Löwen

Titel: Der Schrei des Löwen

Autor: Ortwin Ramadan

Taschenbuch: 288 Seiten

Verlag: Carlsen Verlag GmbH; März 2011

ISBN: 978-3551310170

Erster Satz:

„Yoba lehnte mit dem Rücken an der Betonwand.“

Inhalt:

Der nigerianische sechzehnjährige Yoba und sein kleiner Brud Chioke leben auf der Straße und käpmfen jeden Tag ums Überleben. Ihr großes Ziel: Die Flucht nach Europa. Gemeinsam begeben sie sich auf die gefährliche Reise durch Afrika und stoßen dabei an ihre Grenzen.

Meine Meinung:

Eine fiktive Geschichte, die sich mit dem Problem der afrikanischen Flüchtlinge beschäftigt. Jugendgerecht (leider nicht unbedingt etwas für Jugendliteratur liebende junge Erwachsene) beschreibt Ramadan die langwierige und gefahrvolle Reise, die die beiden Jungen durch Afrika, durch die Wüste bis hin zum Meer unternehmen. Immer wieder stoßen sie auf realistische Gefahren und treffen auf interessante Menschen. Yoba selbst wird realitätsnah beschrieben und auch den autistischen Chioke kann Ramadan glaubwürdig darstellen. Ich konnte mich gut in die Problematik hineinversetzen. Die Spannung fiel leider zwischendurch immer wieder ab, sodass das „In einem Rutsch Lesen“ schwerfiel.

Zwischendurch wird immer wieder zum zweiten Strang ds Romans gewechselt: Der deutsche Julian macht Urlaub in Sizilien und lernt dort die hübsche Adria kennen. Julian findet das Tagebuch, welches Yoba akribisch genau während der ganzen Reise führt, und beginnt mit Adria gemeinsam die Suche nach den beiden Jungs. Natürlich verlieben sich die beiden dabei. Diesen Strang konnte ich leider nicht wirklich ernst nehmen. Er reist einen aus Yobas Reise hinaus und wirkt durch die Liebesgeschichte der beiden sehr aufgesetzt – als hätte dr Autor unbedingt noch Liebe mit ins Spiel bringen müssen!

Der Schreibstil von Ortwin Ramadan ist einfach und liest sich flüssig. Er versteht es Landschaften detailgetreu vor dem inneren Auge entstehen zu lassen!

Fazit:

Mich hat die Hintergrundgeschichte zum Roman beeindruckt und ich habe die Reise von Yoba und Chioke gern verfolgt. Den zweiten Strang fand ich leider völlig überflüssig und auch die Spannung lies etwas zu wünschen übrig. Für zwischendurch ganz ok, aber nicht empfehlenswert.

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