[Rezension] Kerstin Gier – Für jede Lösung ein Problem

Titel: Für jede Lösung ein Problem

Autor: Kerstin Gier

Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Dezember 2011)
ISBN: 978-3404156146

Erster Satz:

„Gib mir bitte mal die kleine Wunderschussel aus dem Schrank, Lu … Ti … Ri“, sagte meine Mutter.

Inhalt:

Mitte Dreißig, Single, eine schreklich nette Familie und Freunde, die alle verheiratet und mindestens schwanger sind, wenn sie nicht schon einen Stall voller Kinder haben. Gerda, die von allen Gott sei Dank Gerri genannt wird, hat die Nase voll. Als sie dann auch noch ihren Beruf als Autorin von Liebesheftromanen verliert, für den sich ihre Familie sowieso schon seit 10 Jahren schämt, fasst sie einen Entschluss: Selbstmord. Sie schreibt Abschiedsbriefe und plant ihren Selbstmord bis ins kleinste Detail. Der wird dann aber doch durch einen dummen Zufall verhindert und Gerri kehrt ins Leben zurück, in dem ihre Familie, ihre Freunde und Bekannten auf einmal ganz genau wissen, was sie von ihnen hält. Denn die Abschiedsbriefe waren bereits verschickt.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist nicht mal ansatzweise Frauen-Kitsch! Das rosafarbene Cover lässt da wirklich falsche Schlüsse zu. Kerstin Gier, von der ich bis jetzt nur ihre Jugendromanreihe (Rubinrot, Saphirblau, Smaragdgrün) gelesen hatte, hat mit diesem Roman ein sehr ernstes Thema herrlich komisch aufgegriffen. Den Jugendromanschreibstil habe ich nicht wieder entdeckt, dafür einen urkomischen, sarkastischen Ton, mit dem die Protagonistin Gerri Thaler durch ihr verkorkstes Leben stolpert. Ich konnte mich in einigen Punkten wunderbar mit ihr identifizieren. Auch die Nebencharaktere sind aus dem Leben gegriffen. Ihr beste Freundin Charly, die sofort meine Sympathie hatte. Ihr Exfreund Ulrich, der übertrieben locker mit ihr umgeht. Ole, ein verheirateter Freund, der einem ganz schön auf den Wecker fallen kann. Flo, die süße Tochter einer Freundin, die ich mir am liebsten adoptiert hätte. Und natürlich ihre schreckliche Familie mit all den Macken, die man von der eigenen Familie kennt (allerdings in nicht so geballter Form) und auch den liebenswerten Eigenschaften, die immer mal aufblitzen.

Der Plot ist realitätsnah, ehrlich und spannend. Ich habe das Buch kaum aus der Hand gelegt und hatte sehr viel Spaß beim Lesen. Ich habe nicht das Geringste auszusetzen.

Fazit:

Eine aus dem Leben gegriffene Geschichte, herrlich witzig und kess erzählt! „Für jede Lösung ein Problem“ kann ich nur wärmstens weiterempfehlen. Vor allem für Frauen, die viele kleine Sorgen haben ist dies genau das richtige Buch.

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2 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. MacBaylie
    Mai 16, 2012 @ 11:03:51

    Mein Lieblingsbuch von Kerstin Gier 🙂

    Liebe Grüße
    MacBaylie

    Antwort

  2. satscho
    Mai 16, 2012 @ 12:21:14

    Kann ich gut verstehen 🙂

    Antwort

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