[Rezension] Jennifer Donnelly – The Winter Rose

Autor: Jennifer Donnelly

Titel: The Winter Rose (The Rose Trilogy 2)

Deutscher Titel: Die Winterrose

Paperback: 720 Seiten
Verlag: Hyperion
ISBN: 978-1401307462

Erster Satz:

„Lily Walker could smell a copper a mile away.“

Inhalt:

London, 1900: India Selwyn Jones ist eine wohlerzogene junge Dame aus reichem Hause, die eigentlich ein unbeschwertes Leben haben könnte. Aber India hat ihren eigenen Kopf: als eine der wenigen weiblichen Absolventinnen hat sie gerade ihren Doktor der Medizin bestanden und träumt von einem Krankenhaus im Londoner Elendviertel Whitechapel, das sich um arme Frauen und Kinder kümmert. Ihre erste Anstellung in einer Arztpraxis ist allerdings mehr als ernüchternd und ihr Verlobter, Freddie Lytton, ein aufstrebender Politiker, sähe es am liebsten, wenn sie ihre Ambitionen ganz schnell vergessen und ihn so schnell wie möglich heiraten würde. Nur Ella, eine junge Krankenschwester, bestärkt India in ihren Träumen und wird zu ihrer engen Verbündeten. Als India jedoch dem kriminellen Bandenboss Sid Malone begegnet, ändert sich alles …

Meine Meinung:

Was bleibt zu sagen, außer dass „The Winter Rose“ seinem Vorgänger „The Tea Rose“ in nichts nachsteht? Die Handlung setzt nur wenige Jahre nach dem Ende des ersten Buches ein und schildert diesmal Indias Geschichte. Gegen alle Widerstände setzt sie sich für die hoffnungslos arme, hungernde und bildungsferne Arbeiterklasse Londons ein, während ihr jeder in ihrem Umfeld Steine in den Weg zu legen scheint. Ohne es zu ahnen, wird sie dabei immer enger in Netz aus Habgier, Macht und Betrug eingesponnen, aus dem es bald kein Entrinnen mehr zu geben scheint.

Donnelly versteht es erneut wie keine andere, hervorragend Recherchiertes eindrucksvoll zu einem spannenden Plot zu verarbeiten. Dabei nimmt sie offengelassene Stränge aus ihrem vorherigen Buch wieder auf und erzählt auch die Geschichte von Fiona, Joe und natürlich Charlie weiter, der schon am Ende von „The Tea Rose“ die Identität des Sid Malone angenommen und alle Kontakte zu seiner Schwester abgebrochen hatte. Gleichzeitig geht es auch mit Seamie weiter, der in diesem Buch das erste Mal Bekanntschaft mit der spritzigen Willa macht, deren Geschichte im Abschlussband der Trilogie, „The Wild Rose“, erzählt werden wird.

Es ist einfach bemerkenswert, wie es Donnelly schafft, über Hunderte von Seiten ihre Geschichte so ambitioniert und in unverminderter Qualität zu erzählen. Auch dieser Roman sprüht wieder vor Fabulierlust und ist erneut so realistisch geschildert, dass man einfach nur den Hut ziehen muss vor der immensen Recherchearbeit, die den Büchern vorangegangen sein muss.

Wer die „Teerose“ gelesen hat, wird auch „Die Winterrose“ lieben – selbstverständlich sind die Geschichten so erzählt, dass man sie auch unabhängig voneinander lesen kann – aber sie sind als eine Art Familiensaga angelegt und es macht gleich doppelt Spaß, wenn liebgewonnene Charaktere wieder auftauchen und man ihre Schicksale weiter mitverfolgen kann.

Fazit:

Meine Begeisterung, die ich beim Lesen der „Tea Rose“ empfunden habe, übertrug sich mühelos auf die „Winter Rose“ und bleibt ungebrochen. Donnelly ist eine grandiose Erzählerin!

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