[Rezension] Monika Peetz – Die Dienstagsfrauen

Titel: Die Dienstagsfrauen

Autor: Monika Peetz

Broschiert: 320 Seiten
Verlag: Kiepenheuer & Witsch (18. November 2010)
ISBN-13: 978-3462042559

Erster Satz: 

„Mach schon Tom! Beweg deinen Hintern!“, brüllte Luc.

Inhalt:

Nachdem sich die fünf Frauen vor 15 Jahren bei einem Französisch-Kurs kennen gelernt haben, sind sie unzertrennlich: Judith, Caroline, Estelle, Eva und Kiki. Fünf Freundinnen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Jeden ersten Dienstag im Monat treffen sie sich in ihrem Stammlokal, um sich über ihre Leben auszutauschen.

Als Judiths Mann schließlich nach langer Krankheit stirbt, wird plötzlich alles anders. Die unglückliche Frau beschließt die ehemals von ihrem Mann begonnene und nie beendete Pilgerreise nach Lourdes zu wandern und ihre vier Freundinnen beschließen spontan sie zu begleiten. Unterwegs lernen sie sich nicht nur selbst besser kennen, sondern auch gegenseitig. Außerdem bemerken sie bald, dass sie dabei sind, ein Geheimnis aufzudecken…

Meine Meinung:

Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen und unter dem Gesichtspunkt angefangen zu lesen, dass ich noch etwas mehr über die Pilgerwege und das spannende Unterfangen einer Pilgerreise würde erfahren können. Unter diesem Gesichtspunkt sollte man es jedoch auf keinen Fall lesen: Das Pilgern ist in Peetz’s Roman doch eher eine Randerscheinung.

Die Autorin versteht es verschiedene Charaktere sehr ausführlich und bildlich zu beschreiben. Man kann die Freundinnen vor sich sehen und begreifen, allerdings konnte ich mich eher weniger mit einer von ihnen identifizieren, da jede einzelne sehr ausgefallen ist. Es bleibt dahin gestellt, ob man ihr die Protagonisten wirklich abkaufen kann. Ich jedenfalls kann höchstens zwei der Frauen, Eva und Caroline, im wirklichen Leben wiederfinden. Doch auch Eva verliert am Ende ihre Glaubwürdigkeit.

Gut gefallen hat mir die Selbstfindung von Eva, die sehr detailliert und nachvollziehbar beschrieben war. Von den anderen Frauen kann ich das leider nicht sagen.

Was Monika Peetz, meiner Meinung nach weniger gelungen ist, ist eine Spannungskurve. Der Anfang liest sich wie ein typisch durchschnittlicher Anfang: Man ist interessiert, aber nicht vom Hocker gerissen. Relativ schnell geht es dann in den eher zähen Mittelteil über, für den ich etwas länger gebraucht habe, als ich eigentlich vorhatte. Es bleibt interessant, aber es konnte mich nicht mitreißen. Leider geht es eine ganze Weile so und erst das letzte Drittel wird wirklich spannend. Die Autorin eröffnet eine Lösung des Ganzen, die ich persönlich nicht erwartet hätte und wirft den Leser so gekonnt aus der Bahn. Die Wendung des Ganzen ist ihr sehr gut gelungen.

Fazit:

Nur halbwegs glaubhafte Charaktere machen sich auf eine Reise durch ein Landschaft, der viel zu wenig Beachtung geschenkt wird und Geschichte wird leider erst gen Ende spannend. Für mich war der Roman ein netter Zeitvertreib, aber keinesfalls ein Buch zum Empfehlen.

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