[Rezension] Simone Elkeles – Perfect Chemistry

Titel: Perfect Chemistry

Deutscher Titel: Du oder das ganze Leben

Autor: Simone Elkeles

Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Walker
Sprache: Englisch
ISBN: 978-0802798220

Erster Satz:

„Everyone knows I’m perfect.“

Inhalt:

Brittany Ellis ist augenscheinlich all das, wovon jedes Mädchen nur träumen kann: sie hat das makellose Aussehen eines Models, kommt aus reichem Elternhaus, ist eine der besten und beliebtesten Schülerinnen an der Schule, Head Cheerleaderin und obendrein mit dem Quaterback der Football Mannschaft zusammen.

Alex Fuentes ist augenscheinlich all das, wovor Mütter ihre Töchter schon immer gewarnt haben: er ist tätowiert, nimmt angeblich Drogen, hat den Ruf eines gewalttätigen Draufgängers, ist Mitglied in einer Gang und obendrein auch noch Latino.

Als die beiden als Partner in ein Chemie-Projekt gesteckt werden, fliegen erst einmal die Fetzen – bis sie erkennen, dass mehr hinter dem äußeren Schein steckt, als sie anfänglich geglaubt haben.

Meine Meinung:

Wer bei „Perfect Chemistry“ eine banale Liebesgeschichte erwartet, kann sich auf einige Überraschungen gefasst machen: Simone Elkeles‘ Roman ist in seiner spritzigen und flotten Schreibweise, den lebendigen Figuren, den knackigen Dialogen und nicht zuletzt dem brisanten Grundthema ein absoluter Pageturner. Ich habe das Buch eher inhaliert als gelesen.

Es macht einfach unheimlichen Spaß, die Geschichte sowohl aus Brittanys Perspektive, bei der in Wirklichkeit zu Hause einiges schief läuft, als auch aus Alex‘ Sicht, der sich in seiner Gang behaupten muss, zu verfolgen. Spätestens hier wird ersichtlich, was für eine großartige Autorin Elkeles ist: Brittanys Angst, den Erwartungen ihrer Eltern nicht gerecht zu werden und ihre Bemühungen, Tag für Tag die Rolle der Highschool Queen zu spielen,  ist ebenso eindrücklich wie Alex‘ Sorge um seine Familie und das Hadern mit seiner alles andere als rosigen Zukunft. Und gerade weil diese beiden Figuren so kantig, so greifbar gezeichnet sind, bilden sie ein geradezu explosives Gemisch. Hier treffen zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Nicht umsonst ist für die Schüler der Fairfield High klar: die reichen Northsiders mit ihren Villen am Lake Michigan und die Southsiders, die jenseits der Schienen leben und zum Großteil aus Latinos bestehen, passen nicht zusammen. Oder etwa doch?

Was kann ich zu diesem großartigen Buch noch sagen, außer, dass man es sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte? „Perfect Chemistry“ ist Kopfkino pur und liest sich fast schon wie ein spannender Highschool-Filmklassiker, ohne jedoch unter allzu viel Kitsch, amerikanischer Prüderie oder 0/8/15-Dialogen zu leiden.

Fazit: „Perfect Chemistry“ brilliert durch eine treffsichere und jugendlich frische Sprache und die großartige Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren. Elkeles beschäftigt sich dabei mit gängigen Klischees und wirft sie gehörig über den Haufen. Unkonventionell, mitreißend, LESEN!

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