[Rezension] Andreas Pröve – Mein Traum von Indien

Titel: Mein Traum von Indien – Mit dem Rollstuhl von Kalkutta bis zur Quelle des Ganges

Autor: Andreas Pröve

Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (1. Oktober 2006)
ISBN: 978-3492248143

Erster Satz:

„‚Warum fahren Sie eigentlich immer wieder nach Indien?‘, werde ich nach meinen Voträgen oft gefragt. Indien ist nicht in Worte zu fassen.“

Inhalt:

Der Autor Andreas Pröve beschreibt in diesem Buch seine außergewöhnliche Reise von Kalkutta bis zur Quelle des Ganges – 2700 Kiometer allein und im Rollstuhl.
Drei Monate lang ist er unterwegs, angetrieben durch die Kraft seiner Arme. Auf seiner Reise durch Städte und Dörfer taucht er ein in die indische Kultur und trifft auf die unterschiedlichsten Menschen und Kulturen. In einer wunderbar lebensfrohen Art und mit ansteckendem Witz erzählt er von indischen Festen, Begegnungen mit Naga Sedhus, rollstuhlbegeisterten Indern und heiligen Kühen. Er nimmt an einer Farbschlacht teil, lässt sich tagelang in einem vollgestopften, stickigen Zug durchrütteln, erlebt eine unliebsame Reifenpanne in den Ausläufern des Himalays und lässt sich von einem Bauern im Ochsenkarren abschleppen – und bleibt dabei immer der optimistische, reiselustige Mensch, der das Leben liebt, obwohl er nicht mehr laufen kann.

Meine Meinung:
Andreas Pröve schildert seine Erlebnisse auf eine so farbenfrohe und einfühlsame Art, dass der Leser nicht nur gefesselt seinem Abenteuer folgt, sondern sich sogar an seiner Seite wähnt. Und neben der Liebe zu einem Land, dessen Leute, Bräuche und religiöse Vorstellungen nicht unterschiedlicher sein könnten, enthält dieses Buch auch eine Botschaft: Liebe das Leben und genieße es in vollen Zügen!

„Mein Traum von Indien“ erfüllt alle Erwartungen, die man als Leser an das Buch stellt:  Spannung, ein lebensnaher und unvergleichlicher Einblick in das Land und die Kultur Indiens und die Beantwortung der wichtigen Frage, wie man es als Rollstuhlfahrer schaffen kann, allein auf sich gestellt durch ein fremdes und alles andere als rollstuhlgerechtes Land reisen kann.
Andreas Pröve erweist sich als exzellenter Erzähler voller Abenteuerlust und Humor, der Trotz seiner Querschnittslähmung und der Abhängigkeit von der Hilfe Fremder nie aufgibt. Er erzählt von seinem schicksalsschweren Motorradunfall, der sein Leben veränderte, seiner ersten Reise entlang des Ganges und der darauf folgenden, auf der er seinen Freund Nagender kennenlernte und unter vielen Strapazen und unvergesslichen Erlebnissen schließlich die heilige Quelle erreicht. Eine Auswahl seiner schönsten Fotos von dieser Reise kann man im Mittelteil des Buches betrachten.

Fazit:
„Mein Traum von Indien“ ist nicht nur eine Empfehlung an Globetrotter und Indien-Liebhaber, sondern auch Rollstuhlfahrer, die die Lust am Leben nicht aufgeben oder neu entdecken wollen.

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