[Rezension] Susanne Rauchhaus – Der Hexenspiegel

Titel: Der Hexenspiegel

Autor: Susanne Rauchhaus

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Ueberreuter
ISBN: 978-3800054312

Erster Satz:

„Nicht umdrehen! Dein Traumman steht in der Tür!“

Inhalt:

Die 16-jährige Elly hilft in ihrer Freizeit in einem Antikschmuckladen aus und himmelt in ihrer Schulzeit heimlich den Mädchenschwarm Mike an.
Eines Tages wird sie jedoch aus ihrem Alltagstrott gerissen, als eine seltsame Frau im Schmuckladen erscheint – und der Ladenbesitzer verschwindet. Ziemlich schnell entdeckt Elly, dass diese seltsamen Ereignisse etwas mit den antiken Spiegeln im Geschäft zu tun haben müssen – und mit dem mystischen ägyptischen Ankh.
Als dann die junge Hexe Runa auftaucht und sie in eine Welt jenseits ihrer Vorstellungen führt, beginnt ein Abenteuer in der verborgenen Welt der Magie…

Meine Meinung:


„Der Hexenspiegel“ ist eine unterhaltsame Urban-Fantasy-Geschichte für Mädchen ab 12. Die Autorin verwebt eine gehörige Portion Magie mit der Faszination antiker Gegenstände und den darum rankenden Mythen.
Leider schabt die Story zu sehr an der Oberfläche, um wirklich packende Spannung aufkommen zu lassen. Elly ist viel zu wenig überrascht, als Runa sich ihr als Hexe offenbart und akzeptiert sofort, dass sie selbst mit übernatürlichen Kräften ausgestattet ist. Auch sonst bleiben sämtliche Charaktere sehr blass. Elly ist neugierig und mutig, Runa nervig und modevernarrt und die bösen Hexen eben böse. Diese Schubladen-Eigenschaften tragen dazu bei, dass die Protagonisten mit den Profilen von Comicfiguren durch die Geschichte laufen und daher nie ganz glaubhaft sind. Der Plot bleibt den Großteil des Buches über voraussehbar und trägt damit auch nicht gerade zur Spannung bei. Der große Showdown spielt sich in einer Halloween-Modenschau ab – und hält sich gestaltungs- als auch spannungstechnisch ziemlich nah an ein gewöhnliches Modelcasting. Junge Mädchen fühlen sich hier vielleicht grßartig unterhalten, Leser ab 15 könnten anfangen, sich zu langweilen.
Gefallen hat mir die nette kleine Liebesgeschichte, die wenigstens etwas unverhofft und aufregend daherkam. Auch die Idee mit der Hexenwelt hinter den Spiegeln war gut ausgedacht, aber eben nicht effizient genug umgesetzt.

Fazit: Nette Geschichte, aber leider allzu seichte Umsetzung. Mädchen zwischen 12 und 14 Jahren dürften trotzdem gut unterhalten werden.

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