[Rezension] Jenny-Mai Nuyen – Rabenmond

Tite: Rabenmond – Der magische Bund

Autor: Jenny-Mai Nuyen

Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: cbt
ISBN: 978-3570160008

Erster Satz:

„Mion wollte des Fuchs nicht töten.“

Inhalt:

Als Mion, ein armes Ruinenmädchen, das in der niederen Bevölkerungsschicht im Land Wynter aufgewachsen ist, eines Tages einen Fuchs anschießt, ändert sich ihr Leben von Grund auf. Denn der Fuchs ist die tierische Gestalt von Lyrian, dem Prinzen von Wynter. Das Land wird von den sogenannten „Drachen“ beherrscht, Wesen, die imstande sind, die Gestalt zu wechseln. Sie besitzen keinerlei Emotionen, sondern denken einzig rational, weshalb die wankelmütigen Menschen ihnen untertan sein müssen.
Mion soll für ihre Tat getötet werden, doch Lyrian veranlasst ihre Befreiung. Sie wird von dem düsteren Jagu, begnadeten Maler am Königshof, freigekauft. Von nun an muss sie für Jagu arbeiten, wobei sie der schönen und ehrgeizigen Faunia, die ebenfalls bei Jagu in der Lehre ist, ein Dorn im Auge ist.
Schon bald erfährt Mion, dass Jagu dem geheimen Spiel „Ritus“ verfallen ist. Auch sie hat es damals in den Ruinen gespielt, für „Ritus“ hatte sie auf den Fuchs geschossen. Denn dieses Spiel besteht darin, lebenden Tieren mithilfe von Magie die Lebensenergie abzusaugen und sich daran zu berauschen.
Lyrian unterdessen hadert mit seiner Bürde als Thronfolger von Wynter. Er spürt, dass er anders ist als seine kaltherzige Mutter und die anderen „Drachen“. Er fürchtet sogar, menschliche Seiten an sich entdeckt zu haben, denn das Mädchen Mion geht ihm nicht mehr aus dem Kopf …
Meine Meinung:

Ich habe alle vorangegangenen Bücher von Jenny-Mai Nuyen gelesen und dieses hier ist mit Abstand ihr bestes – „Rabenmond“ ist geradezu magisch. Die Welt, die Nuyen hier erschaffen hat, ist so komplex und bildgewaltig, dass man einfach darin versinken muss. Besonders scharf zeichnet sie diesmal ihre Figuren. Mion, Lyrian, vor allem aber Faunia, Jagu und einige Nebencharaktere, die man vor sich sieht wie reale Menschen.
Das Buch steckt bis unter den Rand voller Konflikte. Der betörende Rausch von „Ritus“ gegen die harte Wirklichkeit im unbarmherzigen Wynter. Mions Ergebenheit und Faszination für Jagu gegen ihre tiefen Zweifel an seiner wahren Natur. Lyrian, gefangen zwischen seinem Erbe und der Stimme seines Herzens.
Die seit Jahrhunderten aufrecht erhaltenen Gesetze gegen die Wahrheit, die niemand wissen will: Besitzen die „Drachen“ wirklich keine Gefühle, sind sie wirklich wertvoller als die Menschen?

Fazit: Ein großartiges Buch. Wer „Rabenmond“ liest, will einfach nur noch mehr und mehr von Jenny-Mai Nuyen lesen. Eine absolute Empfehlung!

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2 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Sat
    Dez 30, 2011 @ 14:08:11

    Also hier hätte ich persönlich nur 4 Tässchen vergeben. Das Buch hat mir zwar sehr gut gefallen und die Charaktere sind wirklich gut ausgearbeitet, ebenso wie die Welt, in der sie sich bewegen. Aber gerade im vorletzten Drittel hat mir irgendwie der Lesefluss gefehlt. Die Spannung ging zwischenzeitlich für ein ganzes Weilchen verloren und kam erst zum Ende hin zurück.
    Sonst war es aber sehr schön 🙂

    Antwort

  2. keeweekat
    Dez 31, 2011 @ 13:57:39

    Probier’s mal mit „Nocturna“ – ich bin sicher, das trifft deinen Geschmack! 🙂

    Antwort

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