[Rezension] Diana Wynne Jones – Sophie im Schloss des Zauberers

Titel: Sophie im Schloss des Zauberers

Autor: Diana Wynne Jones

Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3551356949

Erster Satz:

„Im Lande Ingari, wo Siebenmeilenstiefel und Tarnkappen wirklich existieren, gilt es als ziemliches Pech, als ältestes von drei Geschwistern geboren zu werden.“

Inhalt:

Sophie Hatter ist die älsteste von drei Schwestern und weiß, dass sie es in ihrem Leben nie zu etwas Anständigem bringen wird. Nach dem Tod ihres Vaters liegt es an ihr, den Laden der Familie zu übernehmen und tagein, tagaus immer nur Damenhüte zu dekorieren. Dabei findet sie heraus, dass sie eine seltsame Gabe besitzt: sie kann Hüte fertigen, die ihren Trägerinnen Glück oder Unglück bringen.
Als die böse Hexe aus dem Niemandsland davon erfährt, belegt sie Sophie aus Angst vor Konkurrenz mit einem Fluch, sodass sie über Nacht zu einer alten, neunzigjährigen Oma wird.
Sophie beschließt, ihre Heimatstadt zu verlassen und auf eigene Faust nach der Hexe zu suchen, damit diese den Fluch wieder von ihr nimmt.
Unterwegs wird sie von dem ‚Wandelnden Schloss‘ aufgelesen, von dem Jedermann weiß, dass es dem Zauberer Howl gehört, der dafür bekannt ist, mit Vorliebe die Herzen junger Mädchen zu verschlingen …
Sophie, die ob ihres hohen Alters nichts mehr zu befürchten glaubt, stellt sich kurzerhand selbst als Putzfrau in dem verwahrlosten Schloss ein ‚ und nimmt es dabei nicht nur mit dem furchtbar eingebildeten Aufreißer Howl, sondern auch mit seinem hinterhältigen Feuerdämon Calcifer auf …

Meine Meinung:

Auf dieses Buch bin ich gestoßen, nachdem ich herausgefunden hatte, das einer meiner absoluten Lieblingsfilme, „Das wandelnde Schloss“ von Hayao Miyazaki, darauf basiert.

‚Sophie im Schloss des Zauberers‘ ist eine gelungene Hommage an das Märchen und seine grenzenlose Phantasie. Altbekannte Klischees werden wunderbar humorvoll auf die Schippe genommen und zu einer herzerfrischenden Geschichte zusammengesponnen, wie es sie bisher noch nicht gegeben hat.
Durch seine vergnügte Art, seinen Witz und der mutigen Sophie als Hauptprotagonistin, die erst durch die Verwandlung in eine alte Frau erkennt, was es heißt, das Leben in die eigene Hand zu nehmen und sich durchzusetzen, würde ich es als eine All-Age-Geschichte bezeichnen, an der gleichwohl junge als auch ältere Leser ihre Freude finden werden.

Eine halbe Kaffeetasse möchte ich aber doch abziehen, weil mir das Ende nicht ganz rund erschien. Die Spannung entläd sich hier in einer wichtigen Kampfszene zwischen Howl und der bösen Hexe, die mir im Vergleich zum Rest des Buches etwas zu hastig und uninspiriert erschien. Das soll aber auch mein einziger Kritikpunkt bleiben.
Fazit: Lesen! Spaß haben! (Und ja nicht vergessen, den wunderbaren Film  von Hayao Miyazaki zu schauen!)

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