[Rezension] Clare, Cassandra – City of Ashes

Titel: City of Glass – Die Chroniken der Unterwelt 2

Autor: Cassandara Clare

Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Arena
ISBN: 978-3401061337

Erster Satz:

„Die gewaltige Konstruktion aus Glas und Stahl an der Front Street ragte wie eine glitzernde Nadel in den Himmel – das Metropole, das exklusivste Apartmenthaus in Manhattan.“

Inhalt:

Clarys ist verzweifelt: ihre Mutter liegt immer noch im Koma und Jace, den sie immer noch liebt, ist in Wirklichkeit ihr Bruder! Valentin ist derweil dabei, eine Dämonenarmee aufzustellen und Clary und die  Schattenjäger, müssen alles daran setzen, ihn rechtzeitig aufzuhalten. Als plötzlich die Inquisitorin aus Idris auftaucht, gerät alles aus den Fugen, denn sie verdächtigt Jace der Zusammenarbeit mit Valentin sperrt ihn ein. Und dann ist da noch diese seltsame Sache, die mit Simon passiert…

Meine Meinung:

Ich habe „City of Bones“ verschlungen und liebe das Buch einfach. Da war es natürlich gar keine Frage, auch den Folgeband zu lesen – die Geschichte um Clary und Co. hat in diesem Buch immerhin est begonnen!

Leider muss ich nach der Lektüre von „City of Ashes“ sagen, dass die Fortsetzung im Vergleich zu Band 1 deutlich schwächelt. Der Plot ist weniger ausgefeilt, will sagen, das ausgetüftelte Handlungsgeflecht des ersten Bandes fehlt hier gänzlich. Offen gelassene Fäden werden hier zwar wieder aufgenommen und weitergesponnen, verlaufen aber immer wieder im Sand. Der ganze mittlere Teil des Buches besteht meiner Meinung nach nur aus wirren Verfolgungsjagden, mal geht es hier hin, mal dort hin, die Charaktere erscheinen orientierungslos und nichts bringt die Handlung wirklich voran.
Tatsächlich scheint es mir, als hätte Cassandra Clare sämtliche gute Ideen bereits in „City of Bones“ aufgebraucht und im zweiten Band lediglich ein paar Anhaltspunkte mit ein bisschen Magie dekoriert. Die Personen entwickeln sich nicht weiter und keine von ihnen hat einen bestimmten Zweck zu erfüllen. Der einzige, der sich buchstäblich verwandelt, ist Simon, doch diese Wendung nahm mich nicht wirklich gefangen und zumnindest in diesem Buch ist noch nicht abzusehen, in welche Richtung sich das Ganze entwickeln soll.
Während des Lesens habe ich mich öfter gefragt, was genau gerade eigentilch passierte. Durststrecken im Spannungsbogen (leider nicht zu wenige) zehren an der Aufmerksamkeit und der fehlende rote Faden tut sein Übriges. Immer wieder hatte ich das Gefühl, einzelne Plothäppchen präsentiert zu bekommen, die irgendwie miteinander verknüpft werden mussten. Und richtige Knaller an Ideen waren auch nicht darunter.
Auch sprachtechnisch muss ich leider Abzüge machen – der flotte und coole Witz aus „City of Bones“ flackert nur hin und wieder auf und weicht einem (in meinen Augen) auffallend bemühten Schreibstil. Der Hintergedanke, dass der zweite Band schnell geschrieben sein musste und dafür Ideen und stilistisches Feingefühl zurückstecken musstn, ließ sich während des Lesens nicht abschütteln.

Fazit: Nach dem großartigen Auftaktband ist „City of Ashes“ eine Enttäuschung. Ich hatte mir wirklich mehr versprochen und hoffe inständig, dass Cassandra Clare die Fahrt durch das phantastische New York in „City of Glass“ wieder aufnimmt und dies hier ein „Brückenteil“ war.

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