[Rezension] Antje Babendererde – Zweiherz

Titel: Zweiherz

Autor: Antje Babendererde

Gebundene Ausgabe: 317 Seiten
Verlag: cbj (21. März 2007)
ISBN: 978-3570131657

Erster Satz:

„Düster und unheimlich war der Anfang allen Seins.“

Inhalt:

Zweiherz, Kojote, ist laut den Legenden der Navajo-Indianer ein Verführer, der auf ständiger Jagd nach  menschlichen Seelen ist.

Als Kayes Jugendliebe Will aus dem Gefängnis zurückkommt, ist nichts mehr so, wie es einmal war. War er wirklich in dieses abstruse Verbrechen verwickelt, das ihm angelastet wird?
Kaye liebt Will noch immer, aber wie ein unantastbares Geheimnis aus Wills Vergangenheit zwischen ihnen. In der Einsamkeit der Canyons sucht Will einen Weg zurück zum Leben – und zu sich selbst. Da lenken neue Verbrechen im Reservat den Verdacht auf ihn. Wird sie ihn doch noch an Zweiherz verlieren?

Meine Meinung:

In „Zweiherz“ schlägt die Autorin im Gegensatz zu ihren vorangegangenen Büchern  einen etwas anderen Weg ein, als ihn insbesondere die jungen Leser von ihr kennen. So sind die beiden Hauptpersonen, Kaye und Will, mit ihren 18 und 19 Jahren um einiges älter sind als die Protagonisten der anderen Jugendbücher. Die Geschichte wird diesmal nicht aus der Ich-Perspektive, sondern aus der Sicht beider Figuren erzählt.
Diese Umsetzung hätte für „Zweiherz“ passender nicht sein können. Der Roman ist erzählerisch noch dichter, einfühlsamer, fesselnder und erstaunlicher als alle vorherigen.
Antje Babendererde bringt dem Leser die Welt der Navajo-Indianer in einer Art und Weise nahe, von der man sich wie in einen Traum, ein mitreißendes Abenteuer versetzt fühlt.
Schonungslos verbindet die Autorin geheimnisvolle Mythen, Träume und Riten der Indianer mit der rauhen Wirklichkeit voller Schmerz, Enttäuschungen und Verbrechen. Wie immer wird das Leben der Indianer im Reservat von allen Seiten beleuchtet, die Landschaft in vielen Details beschrieben und das Ganze mit Eindrücken wie Farben und Gerüchen versehen, bis man sich selbst in einer Welt wiederfindet, die wundervoll, grausam, faszinierend und erschreckend zugleich ist. Und im Mittelpunkt all dessen steht die ergreifende Liebe von Kaye und Will, die für die Ewigkeit bestimmt und gleichzeitig zum Scheitern verurteilt zu sein scheint.

Fazit: Wieder einmal überzeugt Antje Babendererde mit der Authentizität und Spannung ihrer Geschichte und wartet mit einigen Überraschungen auf. „Zweiherz“ wendet sich diesmal vor allem an ältere Jugendliche, ist aber dennoch für Leser ab 14 sehr empfehlenswert.

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2 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Lena
    Nov 14, 2011 @ 11:52:07

    Tolle rezi 🙂
    ich möchte unbedingt auch mal ein Buch der Autorin testen.
    Vlt. mache ich bei deinem gewinnspiel mit und nutze die chanche 🙂
    lgg

    Antwort

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