[Rezension] Antje Babendererde – Starlight Blues

Titel: Starlight Blues – In der Kälte der Nacht

Autor: Antje Babendererde

Gebundene Ausgabe: 337 Seiten
Verlag: Merlin Verlag
ISBN: 978-3875362718

Erster Satz:

„Meine Detektei stand nicht im Branchenverzeichnis und war auch nicht im Internet zu finden.“

Inhalt:

„Starlight Blues“ ist der erste Band um den indianischen Detektiv Adam Cameron.

Nachdem Adam einen Anruf aus Kanada mit einer ziemlich ungewöhnlichen Bitte erhält, beschließt er, nach Winnipeg zu fliegen und einen zehn Jahre zurückliegenden Fall erneut zu untersuchen.
Im verschneiten und eiskalten Winnipeg angekommen, stößt er bei seinen Ermittlungen zunächst nur auf Ablehnung. Als er bei seinen Recherchen atwas entdeckt, womit er nie hätte rechnen können, wächst eine ungeheuerliche Ahnung in ihm – doch ehe Adam erkennt, dass er sich selbst in höchste Gefahr gebracht hat, ist es längst zu spät, um umzukehren …
Meine Meinung:
Antje Babendererdes neuer Erwachsenenroman und ihr erster richtiger Krimi ist mit Sicherheit eines ihrer besten Bücher bisher. Ich war von Anfang bis Ende gefesselt und konnte erst aufatmen, nachdem ich die letzte Seite umgeblättert hatte. Ich gestehe gern, dass ich ihre Bücher immer mit besonderem Vergnügen wegen der spannenden Liebesgeschichten gelesen habe, doch „Starlight Blues“, der weitgehend ohne Romantik auskommt, gehört absofort zu meinen Lieblingsbüchern von Antje Babendererde.
Der Roman beginnt ganz am Anfang des Geschens, stetig steigert sich die Spannung, immer wieder wird man als Leser aufs Glatteis geführt und jagt zusammen mit Adam von einem kleinen Hinweis zum nächsten, bis sich ein weit verzweigtes Netz an Informationen gestrickt hat, aus dem es nur einen einzigen Ausweg gibt – und es gilt nur noch, den richtigen Faden zu erwischen.
Hochkonzentriert schildert Antje Babendererde die Zu- und Missstände in der indianischen Stadtbevölkerung Kanadas und zeigt uns schonungslos die unzähligen Schattenseiten ihres Daseins. Arbeitslosigkeit, Brutalität, Korruption, Alkohol, Drogen, Prostitution und Identitätsverlust spielen in diesem Roman eine große Rolle, und noch nie zuvor hat mich das Leben und das Kämpfen der Indianer in einem dieser Romane so sehr berührt wie in „Starlight Blues“.

Die hier geschaffene Atmosphäre ist unheimlich dicht und fühlbar nah – so eindrücklich geschrieben ist das Schicksal des jungen Indianers Daniel Blueboy, der einen mysteriösen Kältetod weit außerhalb der Stadt sterben musste – und auf dessen Spuren Adam Cameron hartnäckig versucht, die lange versteckte Wahrheit ans Licht zu bringen.

Fazit: Ein atemberaubender, echter und ehrlicher Roman, nach dessen Lektüre man unbedingt wissen will, wie es weitergeht, mit welchem Fall es Adam als nächstes zu tun bekommt – und ich hoffe, das Warten dauert nicht allzu lange. 😉

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