[Rezension] Brigitte Melzer – Im Schatten des Dämons

Titel: Im Schatten des Dämons

Autor: Brigitte Melzer

Gebundene Ausgabe: 396 Seiten

Verlag: Ueberreuter (Juli 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3800051601

Erster Satz:

„Aus zusammengekniffenen Augen blickte der Krieger auf das nächtliche Tal hinab.“

Inhalt: Seit ein paar Gaukler sie vor dem Ertrinken retteten, hat die junge Cait ihr Gedächtnis verloren. Als der grimmige Söldner Daith in ihr Leben tritt, um sie zu seinem mysteriösen Auftraggeber zu bringen, reist sie mit ihm in der Hoffnung, das Rätsel ihrer Vergangenheit zu lösen – und gerät in einen reißenden Strudel mörderisch-magischer Ereignisse. Die Reisegefährten werden von tödlichen Schatten gejagt und entdecken bald tiefere Gefühle füreinander. Doch eine böse Macht scheint mehr und mehr Besitz von Cait zu ergreifen. Hat ihre Liebe eine Zukunft?

Meine Meinung:

Dies war mein erstes Buch von Brigitte Melzer. Ich hatte es mir damals  spontan gekauft, weil mir das Cover so gut gefiel. Gleichzeitig ließ es mich aber irgendwie ein wenig befürchten, es mit einer makellosen, fehlerfreien Protagonistin im „Mary-Sue“-Stil zu tun zu bekommen. Zum Glück wurde ich  eines Besseren belehrt: Cait ist, wie auch die anderen Hauptcharaktere wie vor allem Daith, sehr liebevoll von der Autorin gezeichnet und man beginnt die eigenwillige, mutige junge Frau schnell  ins Herz zu schließen.
Sehr berührt hat mich Cait’s Geschichte, von der sie bis zur Hälfe des Buches selbst nichts mehr weiß, und die Tatsache, dass hässliche Narben ihren Rücken entstellen und sie Angst hat, jemals einem Mann nackt unter die Augen zu treten, denn „Männer mögen keine Monster“.
Auch der finstere und verstockte Daith ist eine Figur, die man trotz seines Charakters zu lieben lernt und der sich im Laufe der Geschichte zu wandeln beginnt.

Bei der Lektüre des Buches hat mich vor allmem Brigitte Melzers Schreibe  beeindruckt. Sie schreibt gewandt und treffsicher und man merkt dem Buch zu keiner Sekunde an, dass es sich hier erst um die zweite Veröffentlichung der Autorin handelt. Da soll noch einmal jemand sagen, Autoren, die vom Rollenspiel zum Romanschreiben gekommen sind, seien Dilettanten! 😉

Fazit: Alles in Allem ist „Im Schatten des Dämons“ ein packender Fantasyschmöker, der einfach Spaß macht. Klassisch, aber ohne verstaubte Rollenbilder, voll spritziger Energie und mit dem ein oder anderen Augenzwinkern. Toll!

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